
Budget ist selten das eigentliche Problem bei schlechten Unternehmensvideos. Das eigentliche Problem ist meistens fehlende Klarheit darüber, was das Video leisten soll.
Erst denken, dann drehen
Was soll jemand nach dem Anschauen tun, denken oder fühlen? Wenn diese Frage nicht beantwortet ist, hilft auch kein Budget. Ein 15-Sekunden-Video mit einer klaren Botschaft schlägt einen 3-Minüter, der alles sagen will und nichts sagt. Nehmen Sie sich vor dem Dreh eine Stunde Zeit und beantworten Sie drei Fragen: Wer schaut das Video? Was soll die Person danach wissen? Was soll sie danach tun?
Was an Equipment wirklich reicht
Ein modernes Smartphone mit manuellen Einstellungen, ein Stativ und ein Ansteckmikrofon — damit entstehen anständige Videos. Ich sage das als jemand, der professionelles Equipment hat und weiß, wann es gebraucht wird. Für viele Corporate-Formate braucht es das nicht. Was Sie nicht sparen sollten: die Tonqualität. Schlechter Ton zerstört auch gutes Bild.
Natürliches Licht — richtig genutzt
Fenster als Lichtquelle, Drehzeitpunkt zwischen 9 und 16 Uhr, Motiv seitlich zur Lichtquelle — das reicht in vielen Situationen. Wenn nicht: Ein einfaches LED-Panel für unter 100 Euro gehört zu den lohnendsten Investments überhaupt.
Authentizität schlägt Perfektion
Menschen kaufen von Menschen — nicht von Hochglanzproduktionen. Ein ehrliches Video, bei dem man sieht, dass jemand dahinter steht, wirkt oft überzeugender als eine aufwändig inszenierte Produktion. Das gilt besonders für kleine und mittlere Unternehmen, wo der persönliche Aspekt ein echter Wettbewerbsvorteil ist.
Liebe Grüße,
Sascha Manke